Schnappfinger in Salzburg – Behandlung der Ringbandstenose

Bei einem Schnappfinger gleitet die Beugesehne nicht mehr frei durch das Ringband. Schmerzen, ein spürbares Schnappen oder sogar ein blockierter Finger können die Folge sein. Dr. Peter Pumberger beurteilt den Befund fachärztlich und bespricht, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine operative Ringbandspaltung sinnvoll ist.

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Erfahrung in Hand- und Nervenchirurgie

Ambulante Operation bei geeigneter Indikation

Persönliche Nachsorge

Schnappfinger und Ringbandstenose beim Facharzt in Salzburg

Ein Schnappfinger – auch schnellender Finger, Triggerfinger oder Ringbandstenose genannt – entsteht, wenn die Beugesehne im Bereich eines Ringbandes nicht mehr frei gleiten kann.

Besonders häufig betrifft die Einengung das sogenannte A1-Ringband an der Basis des Fingers. Verdickungen im Bereich von Sehne, Sehnenscheide oder Ringband können dazu führen, dass die Sehne beim Beugen und Strecken hängen bleibt. Dadurch entsteht das charakteristische Schnappen. In ausgeprägten Fällen kann der Finger zeitweise oder dauerhaft in einer gebeugten Position blockieren.

Die Untersuchung und operative Behandlung erfolgt persönlich durch Dr. Peter Pumberger, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie mit Erfahrung in der Hand- und Nervenchirurgie.

Was ist ein Schnappfinger?

Die Beugesehnen der Finger verlaufen durch ein System aus Sehnenscheiden und Ringbändern. Diese Ringbänder halten die Sehnen nahe am Knochen und ermöglichen normalerweise ein nahezu reibungsfreies Gleiten.

Bei einem Schnappfinger besteht meist eine Engstelle am A1-Ringband.

Dadurch muss die verdickte beziehungsweise eingeengte Sehne beim Bewegen des Fingers mit erhöhtem Widerstand durch das Ringband gleiten.
Typisch ist zunächst:

Widerstand → Überwinden der Engstelle → plötzliches Schnappen des Fingers.


Mit zunehmender Ausprägung kann sich der Finger zeitweise nur noch mit Hilfe der anderen Hand strecken lassen oder vollständig blockieren.

Welche Symptome sind typisch?

Ein Schnappfinger entwickelt sich häufig allmählich.
Typische Beschwerden sind:

  • Schmerzen an der Basis des betroffenen Fingers
  • Druckempfindlichkeit in der Handfläche
  • morgendliche Steifigkeit
  • ein spürbares oder hörbares Schnappen
  • erschwertes Strecken des Fingers
  • Blockieren in Beugestellung
  • tastbare Verdickung im Bereich der Beugesehne

Besonders morgens können die Beschwerden ausgeprägter sein.

Bei fortgeschrittenen Verläufen lässt sich der Finger manchmal nur noch mit Unterstützung der anderen Hand lösen. In sehr ausgeprägten Fällen kann eine dauerhafte Bewegungseinschränkung entstehen.

Welche Finger können betroffen sein?

Grundsätzlich kann jeder Finger betroffen sein.

Auch der Daumen kann eine entsprechende Einengung entwickeln – man spricht dann häufig von einem Schnappdaumen beziehungsweise Triggerdaumen.

Mehrere Finger können gleichzeitig betroffen sein und die Erkrankung kann auch an beiden Händen auftreten.

Was verursacht einen Schnappfinger?

Nicht immer lässt sich ein einzelner Auslöser feststellen.
Die Erkrankung beruht auf einem Missverhältnis zwischen dem Platz innerhalb des Ringbandes und der dort gleitenden Beugesehne.

Begünstigend können unter anderem bestimmte Grunderkrankungen sein. Ein Schnappfinger tritt beispielsweise bei Menschen mit Diabetes mellitus oder rheumatoider Arthritis häufiger auf.

Der Begriff „Sehnenscheidenentzündung“ wird häufig verwendet. Die zugrunde liegende Veränderung ist allerdings nicht zwingend eine klassische akute Entzündung; auch mechanische und degenerative Veränderungen spielen eine wichtige Rolle.

Wie wird ein Schnappfinger diagnostiziert?

Die Diagnose lässt sich häufig bereits anhand der typischen Beschwerden und der klinischen Untersuchung stellen.

Dabei werden insbesondere beurteilt:

  • welcher Finger betroffen ist
  • ob ein Schnappen reproduzierbar ist
  • ob eine Blockierung besteht
  • wo Druckschmerzen auftreten
  • Beweglichkeit des Fingerstastbare Verdickungen
  • mögliche Begleiterkrankungen

Bei einem typischen klinischen Befund ist nicht automatisch eine aufwendige Bildgebung erforderlich.

Bei atypischen Beschwerden oder unklarer Diagnose können ergänzende Untersuchungen sinnvoll sein.

Muss ein Schnappfinger immer operiert werden?

Nein.
Gerade bei leichteren oder erst seit kurzer Zeit bestehenden Beschwerden kann zunächst eine konservative Behandlung sinnvoll sein.

Mögliche Maßnahmen sind beispielsweise:

  • Reduktion auslösender Belastungen
  • zeitweilige Schienenbehandlung
  • entzündungshemmende beziehungsweise schmerzlindernde Behandlung
  • Kortisoninjektion

Insbesondere eine Kortikosteroidinjektion kann bei vielen Patientinnen und Patienten die Beschwerden deutlich reduzieren beziehungsweise das Schnappen beseitigen. Der Erfolg kann allerdings unter anderem bei Diabetes geringer sein und ein Wiederauftreten ist möglich.

Wann ist eine Ringbandspaltung sinnvoll?

Eine Operation kann insbesondere infrage kommen, wenn:

  • das Schnappen über längere Zeit bestehen bleibt
  • konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen
  • der Finger regelmäßig blockiert
  • die Beschwerden den Alltag deutlich beeinträchtigen
  • eine ausgeprägte Bewegungseinschränkung entstanden ist

Bei einem dauerhaft blockierten Finger oder einem bereits länger bestehenden ausgeprägten Befund kann eine operative Behandlung auch früher sinnvoll sein.

Die Entscheidung erfolgt immer anhand der Beschwerden, klinischen Untersuchung und individuellen Ausgangssituation.

Was ist eine Ringbandspaltung?

Die Ringbandspaltung ist die operative Behandlung eines Schnappfingers.

Ziel ist es, die mechanische Engstelle zu beseitigen und der Beugesehne wieder ausreichend Platz zum freien Gleiten zu geben.

Dazu wird das betroffene A1-Ringband vollständig eröffnet. Anschließend kann die Beugesehne wieder ohne den vorherigen Widerstand durch den Bereich gleiten. Die American Society for Surgery of the Hand beschreibt genau diese Freigabe des A1-Ringbandes als Ziel der operativen Behandlung.

Worauf ich bei einem Schnappfinger besonders achte

Für mich ist nicht allein entscheidend, ob ein Finger gelegentlich schnappende Bewegungen zeigt. Entscheidend ist, wie stark die Beschwerden sind, ob eine echte mechanische Blockierung besteht und ob bereits Einschränkungen der Beweglichkeit entstanden sind.

Bei länger bestehenden Verläufen sollte außerdem geprüft werden, ob neben der Ringbandstenose bereits eine Gelenksteife oder andere Ursache für die eingeschränkte Streckung besteht. Eine erfolgreiche Ringbandspaltung beseitigt die mechanische Engstelle – eine bereits bestehende Gelenksteife kann jedoch zusätzliche Nachbehandlung benötigen.

Dr. Peter Pumberger
Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Wie läuft die Ringbandspaltung ab?

Vor jeder Behandlung eines Schnappfingers steht eine persönliche fachärztliche Untersuchung. Dabei werden Beweglichkeit, Sehnengleitung, Ausprägung des Schnappens beziehungsweise einer Blockierung und mögliche Begleiterkrankungen beurteilt. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob eine konservative Behandlung sinnvoll ist oder eine operative Ringbandspaltung infrage kommt.

1

Untersuchung und Operationsplanung

Vor dem Eingriff wird noch einmal geprüft, welcher Finger betroffen ist und ob die Beschwerden tatsächlich zu einer Ringbandstenose passen.

Außerdem werden Beweglichkeit und mögliche bestehende Kontrakturen beurteilt.

2

Lokale Betäubung

Eine Ringbandspaltung kann bei geeigneter Ausgangssituation ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Eine Vollnarkose ist bei einem unkomplizierten Eingriff in der Regel nicht erforderlich. Auch internationale handchirurgische Patienteninformationen beschreiben die offene Ringbandspaltung als typischen ambulanten Eingriff unter lokaler Betäubung.

3

Kleiner Hautschnitt

Über einen kleinen Zugang im Bereich der Handfläche wird das A1-Ringband dargestellt.

4

Spaltung des Ringbandes

Das eingeengte Ringband wird vollständig eröffnet.

Dadurch erhält die Beugesehne wieder ausreichend Platz.

5

Kontrolle der Sehnengleitung

Anschließend wird überprüft, ob die Beugesehne wieder frei gleitet und das vorherige Schnappen beseitigt ist.

6

Wundverschluss

Die Haut wird sorgfältig verschlossen und mit einem Verband versorgt.

Warum wird nur das A1-Ringband gespalten?

Die Beugesehnen werden entlang des Fingers von mehreren Ringbändern geführt.

Diese Strukturen sind wichtig dafür, dass die Sehnen beim Beugen nahe am Knochen bleiben.

Beim typischen Schnappfinger befindet sich die Engstelle am A1-Ringband. Deshalb wird gezielt dieses Ringband eröffnet.

Die übrigen funktionell wichtigen Ringbänder bleiben erhalten.

Eine unnötig ausgedehnte Ringbandspaltung sollte vermieden werden, da insbesondere die weiter distal gelegenen Ringbänder für die normale Führung der Beugesehnen wichtig sind.

Offene oder perkutane Ringbandspaltung?

Grundsätzlich existieren unterschiedliche operative Verfahren.

Offene Ringbandspaltung

Über einen kleinen Hautschnitt wird das Ringband direkt dargestellt und unter Sicht eröffnet.

Perkutane Ringbandspaltung

Bei bestimmten Verfahren erfolgt die Durchtrennung des Ringbandes über eine Nadel beziehungsweise ein spezielles Instrument ohne klassischen offenen Zugang.
Beide Verfahren werden beschrieben. Bei der offenen Technik lassen sich Ringband, Sehne und umliegende Strukturen direkt beurteilen.

Wie schnell verschwindet das Schnappen nach der Operation?

Die mechanische Engstelle wird bei der Operation unmittelbar beseitigt.
Deshalb ist das charakteristische Schnappen nach vollständiger Freigabe des A1-Ringbandes in den meisten Fällen direkt nicht mehr vorhanden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Finger unmittelbar vollständig normal anfühlt.
Vorübergehend können noch bestehen:

  • Schwellung
  • Wundschmerzen
  • Narbenempfindlichkeit
  • Steifigkeit
  • Spannungsgefühl

Insbesondere bei länger bestehenden Verläufen kann es etwas dauern, bis die volle Beweglichkeit wieder erreicht wird.

Wie verläuft die Heilung nach einer Ringbandspaltung?

Nach der Operation sollte der Finger früh bewegt werden.

Regelmäßiges Beugen und Strecken unterstützt das freie Gleiten der Beugesehnen und reduziert das Risiko einer postoperativen Steifigkeit. Auch handchirurgische Nachbehandlungsprotokolle empfehlen frühe aktive Beweglichkeit und Sehnengleitübungen.

Stärkere Belastung sollte in der frühen Wundheilungsphase jedoch vermieden werden.

Vorübergehend können auftreten:

  • leichte Schwellung
  • Bluterguss
  • Druckempfindlichkeit
  • Wundschmerz
  • Empfindlichkeit der Narbe

Die konkrete Nachbehandlung richtet sich nach dem individuellen Heilungsverlauf.

Wann kann ich die Hand wieder benutzen?

Leichte Bewegungen des Fingers sind normalerweise früh erwünscht.

Im Alltag kann die Hand abhängig von Beschwerden bereits für leichte Tätigkeiten eingesetzt werden.

Stärkeres Greifen, Tragen, Krafttraining, handwerkliche Arbeit, Abstützen auf der Handfläche sollte zunächst reduziert werden.

Wann die volle Belastung wieder möglich ist, hängt von Wundheilung, Tätigkeit und individuellem Verlauf ab.

Wann kann ich wieder arbeiten?

Das hängt stark vom Beruf ab.

Büro und leichte Tätigkeiten

Eine frühere Rückkehr kann häufig möglich sein, sofern Wunde und Schmerzen dies erlauben.

Handwerkliche Arbeit

Bei Tätigkeiten mit starkem Greifen, Druck auf die Handfläche oder schweren Lasten ist meist eine längere Schonung sinnvoll.

Die individuelle Dauer wird daher anhand der beruflichen Belastung festgelegt.

Bleibt nach einer Ringbandspaltung eine Narbe?

Ja. Bei einer offenen Ringbandspaltung entsteht eine kleine Narbe an der Handfläche im Bereich der Fingerbasis.

In der frühen Heilungsphase kann sie, gerötet, fester, druckempfindlich sein.

Da die Handfläche im Alltag stark beansprucht wird, kann eine Narbenempfindlichkeit teilweise länger wahrgenommen werden.

Mit zunehmender Narbenreifung wird die Narbe normalerweise weicher und unauffälliger.

Kann ein Schnappfinger wiederkommen?

Nach vollständiger operativer Freigabe des A1-Ringbandes ist ein erneutes Schnappen am selben Finger nicht häufig, aber grundsätzlich möglich. Handchirurgische Quellen beschreiben die operative Ringbandspaltung insgesamt als sehr erfolgreiche Behandlung mit niedriger Rezidivrate.

Unabhängig davon kann später ein anderer Finger eine Ringbandstenose entwickeln.

Schnappfinger und Diabetes

Ein Schnappfinger tritt bei Menschen mit Diabetes häufiger auf.

Bei Diabetes können außerdem mehrere Finger betroffen sein, konservative Behandlungen weniger zuverlässig wirken und postoperative Heilungsverläufe individuell anders sein.

Insbesondere Kortisoninjektionen zeigen bei Diabetes teilweise niedrigere Erfolgsraten.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder Schnappfinger bei Diabetes operiert werden muss.

Schnappdaumen

Auch der Daumen kann von einer Ringbandstenose betroffen sein.

Typisch sind:

  • Schmerzen an der Basis des Daumens
  • Schnappen bei Beugung und Streckung
  • zeitweilige Blockierung
  • tastbare Verdickung

Die Behandlungsprinzipien ähneln grundsätzlich denen des Schnappfingers.

Aufgrund der anatomischen Nähe wichtiger digitaler Nervenstrukturen muss bei der operativen Freilegung jedoch sorgfältig vorgegangen werden.

Risiken einer Ringbandspaltung

Auch ein kleiner handchirurgischer Eingriff ist nicht vollständig risikofrei.

Mögliche Komplikationen sind unter anderem:

  • Nachblutung
  • Infektion
  • Wundheilungsstörung
  • empfindliche oder auffällige Narbe
  • vorübergehende Schwellung
  • Fingersteife
  • Verletzung kleiner Nervenäste
  • fortbestehende Beschwerden
  • erneutes Schnappen
  • selten komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

Handchirurgische Nachbehandlungsinformationen nennen insbesondere Infektion, Steifigkeit, Schmerzen, Nervenverletzung und selten Probleme der Sehnenführung als mögliche Komplikationen.

Das individuelle Risiko wird vor dem Eingriff persönlich besprochen.

Kosten einer Ringbandspaltung in Salzburg

Die Kosten richten sich nach Befund, betroffenem Finger und operativem Aufwand.

Operative Ringbandspaltung:

  • Ein Finger: 650,-
  • 2 Finger in einer Sitzung: 950,-
  • je weiterem Finger in derselben Sitzung: +300,-

Nach fachärztlicher Untersuchung erhalten Sie eine transparente Einschätzung der zu erwartenden Kosten.

Aktuelle Richtpreise finden Sie außerdem in der Preisliste.

Weitere handchirurgische Behandlungen

Karpaltunnelsyndrom

Kribbeln, Taubheitsgefühl und nächtliches Einschlafen der Hand können durch eine Kompression des Nervus medianus im Karpaltunnel entstehen.

Dupuytren-Erkrankung

Knoten und Stränge der Palmarfaszie können einzelne Finger zunehmend in Beugestellung ziehen und die Streckfähigkeit einschränken.

Tendovaginitis de Quervain

Eine Einengung der Sehnenfächer auf der Daumenseite des Handgelenks kann Schmerzen bei Daumenbewegung und Greifen verursachen.

Persönliche Beratung bei Schnappfinger in Salzburg

Sie bemerken Schmerzen an der Fingerbasis, ein zunehmendes Schnappen oder einen Finger, der beim Beugen beziehungsweise Strecken regelmäßig hängen bleibt?

Dr. Peter Pumberger beurteilt Beweglichkeit, Sehnengleitung und Ausprägung der Ringbandstenose persönlich und bespricht mit Ihnen, ob eine konservative Behandlung sinnvoll ist oder eine operative Ringbandspaltung infrage kommt.

Bei einer Operation stehen die vollständige Lösung der mechanischen Engstelle, die freie Sehnengleitung und eine funktionell orientierte Nachbehandlung im Mittelpunkt.