Karpaltunnelsyndrom in Salzburg behandeln

Kribbeln, nächtliches Einschlafen der Hand oder Taubheitsgefühle können durch eine Einengung des Nervus medianus im Karpaltunnel verursacht werden. Dr. Peter Pumberger beurteilt den Befund fachärztlich und bespricht, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine operative Entlastung des Nervs sinnvoll ist.

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Erfahrung in Hand- und Nervenchirurgie

Individuelle Indikationsstellung

Persönliche Nachsorge

Karpaltunnelsyndrom beim Facharzt in Salzburg

Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch eine Einengung des Nervus medianus im Bereich des Handgelenks. Der Nerv verläuft gemeinsam mit den Beugesehnen durch den sogenannten Karpaltunnel. Steigt dort der Druck, kann die Funktion des Nervs zunehmend beeinträchtigt werden.

Typische Beschwerden sind nächtliches Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen in der Hand. Bei fortgeschrittenen Verläufen können auch Kraftverlust und eine Schwäche der Daumenballenmuskulatur auftreten.

Die Untersuchung und operative Behandlung erfolgt persönlich durch Dr. Peter Pumberger, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie mit Erfahrung in der Hand- und peripheren Nervenchirurgie.

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Der Karpaltunnel ist ein enger anatomischer Raum an der Beugeseite des Handgelenks. Durch ihn verlaufen mehrere Beugesehnen sowie der Nervus medianus.

Wird der Nerv innerhalb dieses Kanals komprimiert, spricht man von einem Karpaltunnelsyndrom.

Der Nervus medianus versorgt unter anderem sensible Bereiche von:

  • Daumen
  • Zeigefinger
  • Mittelfinger
  • einem Teil des Ringfingers

und steuert außerdem bestimmte Muskeln des Daumenballens.

Eine länger bestehende Kompression kann deshalb sowohl Gefühlsstörungen als auch motorische Einschränkungenverursachen.

Warum entstehen die Beschwerden häufig nachts?

Während des Schlafs wird das Handgelenk häufig unbewusst stärker gebeugt.
Dadurch kann der Druck innerhalb des ohnehin engen Karpaltunnels steigen und der Nervus medianus zusätzlich belastet werden.

Das erklärt, warum viele Betroffene tagsüber zunächst kaum Beschwerden haben, nachts jedoch regelmäßig mit eingeschlafener oder schmerzender Hand aufwachen.

Eine nächtliche Lagerungsschiene in möglichst neutraler Handgelenksposition gehört deshalb bei leichten bis mittelgradigen Beschwerden zu den häufig eingesetzten konservativen Maßnahmen.

Welche Symptome sind typisch?

Sehr charakteristisch sind Beschwerden während der Nacht.

Patientinnen und Patienten berichten häufig, dass:

  • die Hand nachts einschläft
  • Kribbeln oder Taubheit auftreten
  • sie von Schmerzen geweckt werden
  • Ausschütteln der Hand kurzfristig Erleichterung bringt
  • Beschwerden beim Autofahren, Telefonieren oder längeren Halten von Gegenständen auftreten

Die Beschwerden betreffen typischerweise vor allem Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie die daumenseitige Hälfte des Ringfingers.

Bei fortgeschrittenem Karpaltunnelsyndrom können außerdem:

  • dauerhaft verminderte Sensibilität
  • Ungeschicklichkeit
  • Probleme beim Greifen
  • Kraftverlust
  • eine Rückbildung der Daumenballenmuskulatur

auftreten.

Gerade anhaltende Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle sollten nicht über längere Zeit ignoriert werden, da bei schwerer und lange bestehender Nervenkompression bleibende Schäden möglich sind.

Wie wird ein Karpaltunnelsyndrom festgestellt?

Die Diagnose ergibt sich aus mehreren Bausteinen.

Beschwerden und klinische Untersuchung

Zunächst werden Art, Dauer und Verteilung der Beschwerden besprochen.

Bei der Untersuchung werden unter anderem:

  • Sensibilität
  • Kraft
  • Daumenballenmuskulatur
  • mögliche Provokationszeichen
  • Funktion von Hand und Handgelenk

beurteilt.

Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit

In vielen Fällen ist eine elektrophysiologische Untersuchung beziehungsweise Messung der Nervenleitgeschwindigkeit sinnvoll.

Sie kann helfen, die Diagnose zu bestätigen und den Schweregrad der Nervenkompression einzuschätzen. Außerdem können dadurch andere neurologische Ursachen besser abgegrenzt werden.

Weitere Diagnostik

Je nach Befund können ergänzend beispielsweise Ultraschall oder andere Untersuchungen sinnvoll sein.
Eine routinemäßige MRT-Untersuchung ist bei einem typischen Karpaltunnelsyndrom dagegen normalerweise nicht notwendig.

Auch die AAOS-Leitlinie sieht elektrodiagnostische Untersuchungen als mögliche diagnostische Unterstützung, während eine routinemäßige MRT-Diagnostik nicht empfohlen wird.

Was kann ähnliche Beschwerden verursachen?

Nicht jedes Kribbeln in der Hand ist automatisch ein Karpaltunnelsyndrom.
Ähnliche Beschwerden können beispielsweise durch Veränderungen entstehen:

an der Halswirbelsäule, an anderen Abschnitten des Nervus medianus, durch Polyneuropathien oder andere periphere Nervenkompressionssyndrome.

Deshalb ist besonders bei atypischen Beschwerden eine sorgfältige klinische und gegebenenfalls neurologische Abklärung wichtig.
Das österreichische Gesundheitsportal nennt unter anderem Erkrankungen der Halswirbelsäule und Polyneuropathien als relevante Differenzialdiagnosen.

Muss jedes Karpaltunnelsyndrom operiert werden?

Nein.
Bei leichten oder noch nicht lange bestehenden Beschwerden kann zunächst eine konservative Behandlung sinnvoll sein.

Dazu gehört insbesondere eine Handgelenksschiene für die Nacht, die das Handgelenk in einer möglichst neutralen Position hält. Auch eine Anpassung belastender Tätigkeiten kann sinnvoll sein.

Kortisoninjektionen können Beschwerden vorübergehend reduzieren, sind jedoch keine verlässliche langfristige Lösung für jede Patientin oder jeden Patienten. Das österreichische Gesundheitsportal beschreibt vor allem eine kurzfristige Wirkung; die aktuelle AAOS-Leitlinie bewertet die operative Dekompression bei geeigneter Indikation als wirksame definitive Behandlung.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine operative Behandlung kommt insbesondere infrage, wenn:

  • Beschwerden trotz konservativer Behandlung anhalten
  • die Nervenleitgeschwindigkeit deutlich verändert ist
  • Taubheitsgefühle zunehmend dauerhaft bestehen
  • motorische Ausfälle auftreten
  • eine Schwäche der Daumenballenmuskulatur entsteht
  • der Nerv bereits deutlich geschädigt erscheint

Bei ausgeprägten sensiblen oder motorischen Ausfällen beziehungsweise erheblich gestörter Nervenleitung kann eine Operation angezeigt sein.

Die Entscheidung sollte jedoch immer anhand von Beschwerden, klinischem Befund und gegebenenfalls elektrophysiologischen Ergebnissen gemeinsam getroffen werden.

Worauf ich bei einem Karpaltunnelsyndrom besonders achte

Für mich ist nicht allein entscheidend, ob eine Nervenleitmessung auffällig ist. Die Beschwerden, der klinische Befund und die Dauer der Nervenkompression müssen gemeinsam beurteilt werden.

Bei länger bestehender Taubheit oder bereits vorhandener Muskelschwäche ist außerdem wichtig, realistisch über die Erholung nach einer Operation zu sprechen: Die Dekompression kann den Druck auf den Nerv beseitigen, ein bereits länger bestehender Nervenschaden bildet sich jedoch nicht immer sofort oder vollständig zurück.

Dr. Peter Pumberger
Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Wie funktioniert die Karpaltunnel-Operation?

Ziel der Operation ist es, den Druck auf den Nervus medianus dauerhaft zu reduzieren.
Dafür wird das Band, das den Karpaltunnel nach oben begrenzt – das Retinaculum flexorum beziehungsweise transverse Karpalband – vollständig gespalten.

Dadurch erweitert sich der Raum innerhalb des Karpaltunnels und der Nerv wird entlastet. 
Grundsätzlich gibt es zwei etablierte Verfahren:

Offene Karpaltunnelspaltung

Der Nerv wird über einen kleinen Hautschnitt im Bereich der Handfläche dargestellt und das Karpalband unter direkter Sicht gespalten.

Endoskopische Karpaltunnelspaltung

Hier erfolgt die Durchtrennung des Bandes über einen kleineren Zugang mithilfe eines Endoskops.

Beide Verfahren gelten als wirksam. Die AAOS beschreibt sowohl die offene beziehungsweise mini-offene als auch die endoskopische Technik als sichere und effektive Operationsmöglichkeiten.

Wie läuft die Operation ab?

Vor jeder Lippenbehandlung steht eine persönliche fachärztliche Beratung. Dabei werden Lippenform, Gewebe, Symmetrie, Wunschbild und passende Behandlungsmethode genau besprochen. So kann die Behandlung individuell geplant werden.

1

Vorbereitung

Vor dem Eingriff werden Diagnose und Operationsindikation nochmals überprüft. Falls vorhanden, werden auch Ergebnisse der Nervenleitmessung beurteilt.

2

Betäubung

Eine Karpaltunnelspaltung kann bei geeigneter Ausgangssituation ambulant unter lokaler beziehungsweise regionaler Betäubung durchgeführt werden.

3

Dekompression des Nervs

Das Karpalband wird vollständig gespalten, sodass der Nervus medianus nicht mehr eingeengt wird.

4

Wundverschluss

Nach Kontrolle des Operationsgebietes wird die Haut sorgfältig verschlossen.

5

Nachsorge

Nach dem Eingriff soll die Hand bewegt werden, gleichzeitig sollten stärkere Belastungen und Druck auf die Operationsregion zunächst vermieden werden.

Wie schnell bessern sich die Beschwerden nach der Operation?

Das hängt stark davon ab, wie lange und wie stark der Nerv vor der Operation eingeengt war.

Nächtliche Schmerzen und Kribbeln können sich bei vielen Patientinnen und Patienten relativ rasch bessern.

Taubheitsgefühle können dagegen länger brauchen.

Bei länger bestehender oder ausgeprägter Nervenschädigung kann die Erholung über mehrere Monate dauern und gegebenenfalls unvollständig bleiben. Die AAOS beschreibt bei schweren chronischen Verläufen ebenfalls eine möglicherweise nicht vollständige Erholung. 
Das sollte vor einer Operation realistisch besprochen werden.

Wann kann die Hand wieder benutzt werden?

Die Finger sollten nach einer Karpaltunneloperation grundsätzlich früh bewegt werden.

Leichte Alltagstätigkeiten sind je nach Beschwerden häufig vergleichsweise rasch wieder möglich.

Stärkeres Greifen, Heben, Abstützen oder Druck auf die Handfläche sollte zunächst vermieden werden.

Das österreichische Gesundheitsportal empfiehlt ausdrücklich frühe Fingerbewegung, während schweres Heben und Abstützen zunächst noch vermieden werden sollen.

Wann berufliche Belastung, Sport oder Krafttraining wieder sinnvoll sind, hängt insbesondere von Wundheilung, Tätigkeit und individueller Belastung ab.

Wann kann ich wieder arbeiten?

Das lässt sich nicht für alle Berufe gleich beantworten.

Bei überwiegend sitzender Tätigkeit ist eine frühere Rückkehr häufig möglich als bei handwerklicher Arbeit mit:

  • starkem Greifen
  • schwerem Heben
  • Vibration
  • Druck auf die Handfläche
  • wiederholter hoher Belastung

Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit sollte deshalb individuell nach Beruf und Heilungsverlauf festgelegt werden.

Bleibt eine Narbe?

Ja. Bei einer offenen Karpaltunnelspaltung entsteht eine kleine Narbe im Bereich der Handfläche beziehungsweise des Handgelenks.

In den ersten Wochen kann diese:

  • gerötet
  • druckempfindlich
  • fester
  • bei Belastung unangenehm

sein. Im Verlauf der Narbenreifung wird sie meist zunehmend weicher und unauffälliger.
Gerade die Handfläche wird im Alltag mechanisch stark belastet. Deshalb kann die Narbenregion vorübergehend länger druckempfindlich bleiben.

Was ist ein „Pillar Pain“?

Nach einer Karpaltunneloperation können manche Patientinnen und Patienten vorübergehend Schmerzen oder Druckempfindlichkeit seitlich der Operationsregion beziehungsweise im Bereich des Handballens bemerken.
Diese Beschwerden werden häufig als Pillar Pain bezeichnet.

Sie bilden sich in vielen Fällen im Verlauf zurück, können aber vorübergehend beim Greifen oder Abstützen störend sein.
Für die Website würde ich das als kurzen Abschnitt drinlassen, weil Patienten gerade nach der Operation häufig danach suchen.

Risiken einer Karpaltunneloperation

Auch eine vergleichsweise kleine Handoperation ist nicht völlig frei von Risiken. Mögliche Komplikationen können unter anderem sein:

  • Nachblutung
  • Infektion
  • Wundheilungsstörung
  • auffällige oder empfindliche Narbe
  • länger bestehende Druckempfindlichkeit
  • Sensibilitätsstörungen
  • Verletzung von Nervenästen
  • unvollständige Entlastung
  • fortbestehende Beschwerden bei bereits bestehender Nervenschädigung
  • Rezidiv beziehungsweise erneute Beschwerden

Das individuelle Risiko hängt unter anderem von Befund, Vorerkrankungen und Schweregrad der Nervenschädigung ab.

Was passiert, wenn ein Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt wird?

Ein mildes Karpaltunnelsyndrom kann über längere Zeit stabil bleiben oder phasenweise Beschwerden verursachen. Bei fortschreitender Nervenkompression können jedoch
dauerhafte Sensibilitätsstörungen, Kraftverlust und Muskelabbau entstehen.

Das Gesundheitsportal weist darauf hin, dass bei länger bestehenden Beschwerden bleibende Nervenschäden möglich sind. Gerade bei zunehmender Taubheit oder motorischer Schwäche sollte deshalb nicht ausschließlich auf eine spontane Besserung gewartet werden.

Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft kann ein Karpaltunnelsyndrom aufgrund vermehrter Flüssigkeitseinlagerung auftreten oder sich verstärken.

Diese Beschwerden bilden sich nach Schwangerschaft beziehungsweise Stillzeit häufig wieder zurück. Deshalb wird hier meist zunächst konservativ behandelt, sofern keine besondere neurologische Situation vorliegt.

Karpaltunnelsyndrom an beiden Händen

Ein Karpaltunnelsyndrom kann beidseitig auftreten.

Wenn beide Hände betroffen sind, muss nicht zwingend gleichzeitig operiert werden.
Ob eine Behandlung nacheinander oder in einem anderen Vorgehen sinnvoll ist, hängt von Schweregrad, Beschwerden, Alltag und beruflicher Situation ab und wird individuell geplant.

Kosten der Karpaltunnel-Operation in Salzburg

Die Kosten richten sich nach Operationsverfahren, Betäubung und Behandlungssetting.
Nach fachärztlicher Untersuchung erhalten Sie eine transparente Einschätzung des zu erwartenden Aufwands.

Kosten Operative Karpaltunnelspaltung: 1.000,-

Aktuelle Richtpreise finden Sie außerdem in der Preisliste.

Weitere handchirurgische Behandlungen

Schnappfinger / Ringbandstenose

Bei einer Ringbandstenose kann die Beugesehne im Bereich des Ringbandes schmerzhaft hängen bleiben oder deutlich schnappen.

Dupuytren-Erkrankung

Strangartige Veränderungen der Palmarfaszie können zunehmend zu einer Beugestellung einzelner Finger führen.

Tendovaginitis de Quervain

Eine Einengung der Sehnenfächer auf der Daumenseite des Handgelenks kann Schmerzen bei Daumen- und Greifbewegungen verursachen.

Persönliche Beratung bei Karpaltunnelsyndrom in Salzburg

Sie haben nächtliches Kribbeln, eine regelmäßig einschlafende Hand oder zunehmende Taubheitsgefühle und möchten wissen, ob ein Karpaltunnelsyndrom vorliegt?

Dr. Peter Pumberger beurteilt Ihre Beschwerden und den klinischen Befund persönlich und bespricht mit Ihnen, ob zunächst eine konservative Behandlung sinnvoll ist oder eine operative Entlastung des Nervus medianus infrage kommt

Bei der Behandlung stehen eine klare Indikationsstellung, eine vollständige Nervendekompression und eine funktionell orientierte Nachsorge im Mittelpunkt.