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PRP für Hautverjüngung und Haarwachstum: natürliche Regeneration mit Eigenblut

Dr. Peter Pumberger

Ein frischeres Hautbild oder dichter wirkendes Haar – möglichst ohne künstliche Veränderung und mit körpereigenem Material. Genau dieser Wunsch führt viele Patientinnen und Patienten zur PRP-Behandlung.

PRP steht für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut. Nach einer Blutentnahme wird das Plasma aufbereitet und anschließend gezielt in die gewünschten Bereiche eingebracht.

Anders als bei einem klassischen Filler geht es bei PRP nicht darum, Gesichtspartien unmittelbar aufzufüllen oder Konturen deutlich zu verändern. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Unterstützung körpereigener Regenerationsprozesse.

PRP wird deshalb vor allem in zwei Bereichen eingesetzt:

  • zur natürlichen Unterstützung von Hautqualität und Hautregeneration
  • als unterstützende Behandlung bei bestimmten Formen von beginnendem Haarverlust oder nachlassender Haardichte

Wichtig ist jedoch: PRP ist weder ein Soforteffekt noch eine Behandlung mit garantiertem Ergebnis. Wie sinnvoll die Methode ist und was tatsächlich erreicht werden kann, hängt stark von Ausgangssituation, Behandlungsziel und individueller Reaktion ab.

Weitere Informationen zu Ablauf, Eignung und Kosten finden Sie auf der Leistungsseite zu PRP in Salzburg.

Was ist PRP eigentlich?

PRP wird aus dem eigenen Blut gewonnen.

Dafür wird zunächst eine kleine Menge Blut entnommen. Anschließend erfolgt eine Aufbereitung, bei der verschiedene Blutbestandteile voneinander getrennt werden. Verwendet wird ein Plasmaanteil mit einer erhöhten Konzentration an Blutplättchen.

Blutplättchen – sogenannte Thrombozyten – sind vor allem für ihre Rolle bei der Blutgerinnung bekannt. Sie enthalten außerdem verschiedene Signalstoffe, die an natürlichen Reparatur- und Regenerationsprozessen beteiligt sind.

Das aufbereitete PRP wird anschließend gezielt in die vorgesehene Haut- oder Kopfhautregion eingebracht.

Da das verwendete Material aus dem eigenen Blut stammt, handelt es sich um eine autologe Eigenblutbehandlung.

Warum wird PRP auch „Vampire Lift“ genannt?

Der Begriff „Vampire Lift“ ist eine populäre Bezeichnung für PRP-Behandlungen im Gesicht.

Der Name klingt spektakulärer als die eigentliche Behandlung: Verwendet wird kein fremdes Blut und natürlich auch kein vollständiges Blutprodukt, sondern speziell aufbereitetes Plasma aus einer zuvor entnommenen eigenen Blutprobe.

Medizinisch ist deshalb der Begriff PRP-Behandlung oder Eigenblutbehandlung mit plättchenreichem Plasmapräziser.

Das Behandlungsziel besteht nicht darin, das Gesicht wie bei einem chirurgischen Lifting mechanisch zu straffen. Ein PRP-Vampire-Lift ist daher kein Ersatz für ein Facelift.

Im Mittelpunkt stehen vielmehr:

  • Hautqualität
  • Regeneration
  • ein frischeres Hautbild
  • eine natürliche ästhetische Auffrischung

Wie soll PRP in der Haut wirken?

Die Idee hinter PRP besteht darin, körpereigene Reparaturmechanismen gezielt zu nutzen.

Die im Plasma enthaltenen Blutplättchen setzen verschiedene Signalstoffe frei. Diese sind an Prozessen beteiligt, die unter anderem Zellkommunikation, Geweberegeneration und Umbauprozesse beeinflussen.

Aus diesem Grund wird PRP in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt und auch für ästhetische Hautbehandlungen untersucht.

Für die Gesichtsverjüngung gibt es Hinweise darauf, dass PRP unter anderem Hautstruktur, feine Falten, Hydration oder den allgemeinen Hautzustand verbessern kann. Die wissenschaftliche Datenlage ist allerdings nicht so einheitlich wie bei etablierten Verfahren für klar definierte Indikationen. Systematische Übersichtsarbeiten beschreiben positive Signale, weisen aber gleichzeitig auf unterschiedliche PRP-Aufbereitungen, Behandlungsprotokolle und eine insgesamt heterogene Studienlage hin. 

Deshalb sollte PRP nicht als garantierte „Verjüngung“ beworben werden, sondern als regenerative Behandlungsmöglichkeit mit individuell unterschiedlichem Effekt.

Für wen kann PRP zur Hautverjüngung interessant sein?

PRP kann insbesondere für Patientinnen und Patienten interessant sein, die keine deutliche Veränderung ihrer Gesichtszüge möchten.

Häufig lautet der Wunsch nicht:

„Ich möchte anders aussehen.“

Sondern eher:

„Meine Haut soll wieder frischer und erholter wirken.“

Typische Ausgangssituationen können sein:

  • fahle oder müde wirkende Haut
  • nachlassende Hautqualität
  • feine Hautstrukturveränderungen
  • erste Zeichen der Hautalterung
  • Wunsch nach einer natürlichen Auffrischung
  • Wunsch nach einer Behandlung ohne klassischen Filler-Effekt
  • Interesse an einer Behandlung mit körpereigenem Material

PRP eignet sich dagegen nicht dazu, deutlichen Volumenverlust an Wangen oder Kinn gezielt aufzufüllen.

Genau deshalb ist eine klare Abgrenzung zu Hyaluron wichtig.

Welche Hautbereiche können mit PRP behandelt werden?

PRP wird besonders häufig im Gesicht eingesetzt.

Je nach Ausgangssituation können beispielsweise behandelt werden:

  • Gesicht
  • Wangen
  • Stirn
  • Augenregion
  • ausgewählte Bereiche mit feiner oder müde wirkender Haut

Welche Regionen tatsächlich sinnvoll sind, hängt von Hautqualität, Ziel und anatomischer Ausgangssituation ab.

Auch hier sollte nicht nach dem Prinzip „möglichst viel behandeln“ vorgegangen werden. Entscheidend ist, ob PRP für das konkrete Hautproblem überhaupt die passende Methode darstellt.

PRP im Augenbereich – wann kann es interessant sein?

Die Haut rund um die Augen ist besonders dünn und verändert sich häufig früh.

Patientinnen und Patienten stören sich beispielsweise an:

  • feinen Knitterfältchen
  • müder wirkender Haut
  • nachlassender Hautqualität
  • einem weniger frischen Gesamteindruck

PRP kann hier je nach Befund als regenerative Behandlung diskutiert werden.

Es ist jedoch wichtig, unterschiedliche Probleme voneinander zu trennen.

PRP entfernt beispielsweise:

  • keine ausgeprägten Schlupflider
  • keine überschüssige Oberlidhaut
  • keine größeren Tränensäcke
  • keine deutlich abgesunkene Unterlidstruktur

Bei solchen Veränderungen kann eine Lidstraffung in Salzburg die anatomisch passendere Behandlung sein.

Bei mimischen Krähenfüßen kann dagegen Botox in Salzburg sinnvoller sein.

Kann PRP Falten entfernen?

Das Wort „Faltenbehandlung“ kann schnell falsche Erwartungen erzeugen.

PRP ist keine Methode, mit der tiefe Falten einfach aufgefüllt werden.

Bei feinen Linien und veränderter Hautqualität kann eine Verbesserung des Hautbildes möglich sein. Tiefe Falten haben jedoch häufig andere Ursachen.

Beispielsweise:

Stirnfalten und Zornesfalte

Diese entstehen wesentlich durch Muskelaktivität. Hier ist eher Botox relevant.

Nasolabialfalten

Hier können Volumenverlust und Gewebeveränderungen eine Rolle spielen. Je nach Ausgangssituation kann Hyaluron geeigneter sein.

Stark abgesunkene Gesichtspartien

Bei ausgeprägter Gewebeerschlaffung kann weder PRP noch immer mehr Filler die gleiche Wirkung wie eine operative Straffung erzielen.

PRP sollte deshalb nicht als universelle Faltenbehandlung verstanden werden.

PRP oder Hyaluron – was ist der Unterschied?

Diese beiden Behandlungen werden häufig miteinander verglichen, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.

PRP

PRP steht eher für:

  • Hautregeneration
  • Hautqualität
  • natürliche Auffrischung
  • Behandlung mit körpereigenem Material
  • schrittweise Entwicklung

Hyaluron

Hyaluron wird eher eingesetzt für:

  • Volumen
  • Kontur
  • bestimmte statische Falten
  • Wangen
  • Kinn
  • Jawline
  • Lippen

Wenn also ein Gesicht vor allem müde oder weniger frisch wirkt, ohne dass deutlich Volumen fehlt, kann PRP interessant sein.

Wenn dagegen klarer Volumenverlust oder eine Konturverbesserung gewünscht wird, kann Hyaluron in Salzburg die passendere Behandlung darstellen.

Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag PRP oder Hyaluron – was ist der Unterschied?.

PRP oder Botox – wann ist was sinnvoll?

Auch Botox und PRP erfüllen vollkommen unterschiedliche Aufgaben.

Botox reduziert gezielt die Aktivität bestimmter Muskeln und wird insbesondere bei mimischen Falten eingesetzt.

Typische Regionen sind:

  • Stirnfalten
  • Zornesfalte
  • Krähenfüße

PRP beeinflusst dagegen nicht gezielt die Muskelaktivität.

Wenn also die Hautqualität das Hauptproblem ist, kann PRP sinnvoll sein.

Wenn Falten hauptsächlich durch Mimik entstehen, ist Botox in Salzburg meist die passendere Behandlungsrichtung.

Beide Verfahren können je nach Befund auch unterschiedliche Aspekte desselben Gesichts behandeln.

PRP oder CO₂-Laser – was ist der Unterschied?

PRP und CO₂-Laser werden beide im Zusammenhang mit Hautverbesserung genannt, unterscheiden sich jedoch deutlich in Intensität und Wirkprinzip.

PRP

PRP verfolgt einen eher regenerativen Ansatz mit körpereigenem Plasma.

Es kann interessant sein bei:

  • müde wirkender Haut
  • Wunsch nach natürlicher Auffrischung
  • leichteren Hautqualitätsveränderungen
  • Wunsch nach geringer Ausfallzeit

CO₂-Laser

Der CO₂-Laser in Salzburg erzeugt gezielt kontrollierte Mikroverletzungen in der Haut und löst dadurch einen intensiveren Erneuerungsprozess aus.

Er kann besonders interessant sein bei:

  • Aknenarben
  • ausgeprägter Hautstruktur
  • feinen bis stärkeren Fältchen
  • größeren Poren
  • lichtgeschädigter Haut
  • Wunsch nach stärkerer Hauterneuerung

Der CO₂-Laser besitzt allerdings auch eine deutlich sichtbarere Heilungsphase.

Welche Behandlung sinnvoller ist, hängt daher weniger davon ab, welche Methode „besser“ ist, sondern davon, wie stark das Hautproblem ausgeprägt ist und welche Ausfallzeit akzeptiert wird.

Kann PRP mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

Ja. Unterschiedliche Methoden können sinnvoll kombiniert werden, wenn sie unterschiedliche Ursachen behandeln.

Ein mögliches Konzept wäre beispielsweise:

  • Botox bei mimischen Falten
  • Hyaluron bei Volumenverlust
  • PRP zur Unterstützung der Hautqualität
  • CO₂-Laser bei stärkerer Hautstrukturveränderung

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Patientin alle diese Behandlungen benötigt.

Das Ziel sollte immer sein, so wenig wie nötig und so gezielt wie sinnvoll zu behandeln.

Wie läuft eine PRP-Behandlung im Gesicht ab?

Der genaue Ablauf wird individuell geplant, folgt aber grundsätzlich mehreren Schritten.

1. Persönliche Beratung

Zunächst wird besprochen:

  • Was stört an der Haut?
  • Welche Veränderung wird gewünscht?
  • Ist PRP dafür tatsächlich geeignet?
  • Welche Alternativen bestehen?
  • Wie realistisch ist das erwartete Ergebnis?

2. Blutentnahme

Eine kleine Menge Blut wird aus einer Vene entnommen.

3. Aufbereitung

Das Blut wird in einem dafür vorgesehenen System aufbereitet. Dabei wird der PRP-Anteil gewonnen.

4. Behandlung

Das aufbereitete Plasma wird gezielt in die vorgesehenen Hautregionen eingebracht.

5. Nachsorge

Nach der Behandlung werden die individuellen Verhaltens- und Pflegehinweise besprochen.

Auf der aktuellen Leistungsseite zu PRP in Salzburg wird dieser Ablauf ebenfalls von Beratung über Blutentnahme und Aufbereitung bis zur gezielten Anwendung beschrieben. 

Wie sieht man unmittelbar nach PRP aus?

Da PRP mit mehreren kleinen Injektionen eingebracht wird, können unmittelbar nach der Behandlung vorübergehende Veränderungen sichtbar sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Rötung
  • kleine Einstichstellen
  • leichte Schwellung
  • Druckempfindlichkeit
  • kleine Blutergüsse

Diese Erscheinungen sind üblicherweise vorübergehend.

Wie stark die Haut reagiert, hängt unter anderem von:

  • behandelter Region
  • Injektionstechnik
  • Hauttyp
  • individueller Blutergussneigung

ab.

Systematische Untersuchungen zur PRP-Hautbehandlung beschreiben überwiegend leichte, vorübergehende lokale Reaktionen wie Schwellungen oder Blutergüsse. 

Wann sieht man das Ergebnis nach PRP?

PRP ist keine Sofortbehandlung.

Das unterscheidet die Methode beispielsweise deutlich von Hyaluron, bei dem ein Volumeneffekt unmittelbar sichtbar sein kann.

Bei PRP soll sich die Veränderung über natürliche biologische Prozesse entwickeln. Deshalb wird das Ergebnis schrittweise wahrgenommen.

Mögliche Veränderungen können sich über mehrere Wochen entwickeln.

Patientinnen und Patienten sollten daher nicht erwarten, am Folgetag einen völlig anderen Hautzustand zu sehen.

Das ist gleichzeitig einer der Gründe, warum PRP für Menschen interessant sein kann, die eine dezente und langsam entstehende Veränderung bevorzugen.

Wie viele PRP-Behandlungen sind sinnvoll?

Es existiert kein Behandlungsplan, der für jeden Menschen identisch geeignet ist.

Je nach:

  • Hautbild
  • Behandlungsziel
  • Alter
  • behandelter Region
  • individueller Reaktion

können mehrere Sitzungen oder spätere Auffrischungen sinnvoll sein.

Auch in wissenschaftlichen Studien werden unterschiedliche Behandlungsprotokolle verwendet. Gerade diese fehlende Standardisierung ist einer der Gründe, warum sich keine einzelne „perfekte“ Sitzungszahl wissenschaftlich für alle Patientinnen und Patienten festlegen lässt. 

Das Behandlungsintervall sollte daher individuell festgelegt werden.

Wie lange hält der Effekt?

Auch hierzu gibt es keine universelle Monatszahl.

PRP erzeugt kein dauerhaft eingebrachtes Implantat und keinen klassischen Filler, dessen Abbau man zeitlich relativ konkret verfolgen könnte.

Wie lange eine Verbesserung wahrgenommen wird, hängt unter anderem ab von:

  • Ausgangszustand
  • Alterungsprozess
  • Hautqualität
  • Lebensstil
  • UV-Exposition
  • Nikotinkonsum
  • Anzahl der Behandlungen
  • individueller Reaktion

Je nach Verlauf können Auffrischungsbehandlungen sinnvoll sein.

PRP für Haare: Wie funktioniert die Behandlung?

PRP wird nicht nur im Gesicht eingesetzt.

Auch bei Haarverlust beziehungsweise nachlassender Haardichte wird die Methode untersucht und klinisch eingesetzt.

Dabei wird das aufbereitete PRP gezielt in die Kopfhaut eingebracht.

Ziel ist es, das Umfeld vorhandener Haarfollikel zu unterstützen. PRP ist dabei keine Haartransplantation: Es werden keine neuen Haarfollikel eingesetzt.

Besonders relevant ist dieser Unterschied, wenn bereits komplett kahle Bereiche bestehen.

Bei welchen Haarproblemen kann PRP sinnvoll sein?

Die wissenschaftliche Datenlage ist insbesondere für androgenetische Alopezie, also erblich bedingten Haarverlust, interessant.

Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen berichten Hinweise darauf, dass PRP bei androgenetischer Alopezie die Haardichte verbessern kann. Gleichzeitig unterscheiden sich die verwendeten Aufbereitungs- und Behandlungsprotokolle deutlich, sodass die Ergebnisse nicht bei jedem Menschen gleich ausfallen. 

PRP kann daher vor allem eine Überlegung sein bei:

  • beginnender Ausdünnung
  • abnehmender Haardichte
  • noch vorhandenen Haarfollikeln
  • erblich bedingtem Haarverlust nach entsprechender Abklärung
  • Wunsch nach einer ergänzenden nicht-operativen Behandlung

Eine ausführliche Einordnung finden Sie im Artikel PRP für Haare: Für wen ist die Behandlung sinnvoll?.

Kann PRP neue Haare wachsen lassen?

Hier ist eine realistische Formulierung besonders wichtig.

PRP kann bei geeigneten Formen des Haarverlusts Haarwachstum beziehungsweise Haardichte unterstützen. Es kann jedoch keine Garantie dafür geben, dass neue Haare entstehen oder kahle Bereiche wieder vollständig dicht werden.

Die American Academy of Dermatology führt PRP als mögliche Behandlung bei Haarverlust auf und beschreibt, dass bei manchen Patientinnen und Patienten weniger Haarverlust sowie eine Verdickung oder ein Nachwachsen von Haaren beobachtet werden können. Die individuelle Diagnose bleibt entscheidend, weil verschiedene Formen des Haarverlusts unterschiedliche Behandlungen benötigen. 

Ein vollständig zerstörter oder nicht mehr aktiver Haarfollikel lässt sich nicht einfach durch PRP neu erzeugen.

Warum muss Haarausfall vor PRP abgeklärt werden?

„Haarausfall“ ist keine einzelne Diagnose.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • androgenetische Alopezie
  • diffuser Haarausfall
  • hormonelle Veränderungen
  • Mangelzustände
  • Erkrankungen der Kopfhaut
  • entzündliche Formen des Haarverlusts
  • Medikamente
  • körperliche Belastung oder Erkrankungen
  • Veränderungen nach Schwangerschaft

Die Behandlung sollte deshalb nicht beginnen, bevor zumindest geklärt wurde, welche Form von Haarverlust wahrscheinlich vorliegt.

Besonders bei:

  • plötzlich starkem Haarverlust
  • kreisrunden kahlen Stellen
  • entzündeter Kopfhaut
  • Narbenbildung
  • Schmerzen oder starkem Juckreiz
  • zusätzlichen körperlichen Symptomen

ist eine medizinische Ursachenabklärung besonders wichtig.

Wann ist PRP bei Haaren eher nicht sinnvoll?

PRP ist keine universelle Behandlung für jede Form des Haarverlusts.

Es kann beispielsweise weniger sinnvoll sein, wenn:

  • die Ursache des Haarverlusts noch ungeklärt ist
  • komplett kahle Bereiche ohne relevante aktive Haarfollikel bestehen
  • eine entzündliche oder vernarbende Erkrankung der Kopfhaut vorliegt
  • eine zugrunde liegende Erkrankung zunächst behandelt werden muss
  • unrealistische Erwartungen bestehen

PRP sollte deshalb eher als Teil einer individuellen Haartherapie verstanden werden und nicht als pauschale „Haarwachstumsspritze“.

Wie läuft PRP für Haare ab?

Auch hier wird zunächst Blut entnommen und aufbereitet.

Anschließend wird das PRP über mehrere kleine Injektionen in die betroffenen Kopfhautregionen eingebracht.

Da Haarzyklen langsam ablaufen, ist Geduld besonders wichtig. Anders als bei einer direkten Volumenbehandlung lässt sich ein mögliches Ergebnis nicht nach wenigen Tagen beurteilen.

Veränderungen von Haardichte und Haarqualität entwickeln sich – sofern die Behandlung anspricht – über Monate.

Die AAD beschreibt für PRP bei erblich bedingtem Haarverlust ebenfalls wiederholte Behandlungen und eine Beurteilung über einen längeren Zeitraum statt eines kurzfristigen Soforteffekts. 

Wie viele PRP-Behandlungen braucht man für Haare?

Auch bei Haarbehandlungen existiert kein weltweit einheitliches Protokoll.

Je nach Ausgangssituation können mehrere Sitzungen in einer Anfangsserie und spätere Auffrischungen eingesetzt werden.

Das genaue Vorgehen hängt unter anderem ab von:

  • Ursache des Haarverlusts
  • Ausmaß der Ausdünnung
  • individueller Reaktion
  • bisherigen Therapien
  • gewünschtem Behandlungsziel

Die wissenschaftliche Literatur verwendet unterschiedliche Behandlungsschemata. Genau deshalb sollte keine feste Anzahl an Sitzungen als allgemein gültige Garantie dargestellt werden.

PRP bei Männern und Frauen

PRP kann grundsätzlich sowohl bei Männern als auch bei Frauen eingesetzt werden, sofern die jeweilige Form des Haarverlusts dafür geeignet ist.

Bei Männern betrifft androgenetischer Haarverlust häufig:

  • Geheimratsecken
  • Vorderkopf
  • Oberkopf
  • Tonsurbereich

Bei Frauen zeigt sich erblich bedingter Haarverlust häufiger als diffuse Ausdünnung im Scheitelbereich.

Die unterschiedlichen Muster sind ein weiterer Grund dafür, dass zunächst eine Diagnose beziehungsweise medizinische Einordnung erfolgen sollte.

PRP oder Haartransplantation?

PRP und Haartransplantation sind grundsätzlich unterschiedliche Verfahren.

PRP

  • keine Verpflanzung von Haaren
  • mehrere kleine Injektionen
  • Ziel: Unterstützung vorhandener Haarfollikel
  • keine klassische Operation
  • besonders bei früheren Stadien interessant

Haartransplantation

  • Haarfollikel werden tatsächlich von einer Region in eine andere übertragen
  • operatives Verfahren
  • kann auch bei weiter fortgeschrittenem Haarverlust eingesetzt werden
  • benötigt einen geeigneten Spenderbereich

PRP ersetzt eine notwendige Haartransplantation bei ausgeprägten kahlen Bereichen nicht.

Es kann in bestimmten Behandlungskonzepten jedoch ergänzend eingesetzt werden.

Warum wird PRP häufig als „natürlich“ bezeichnet?

Dieser Begriff sollte korrekt verstanden werden.

PRP wird als natürliche Behandlung bezeichnet, weil das verwendete Plasma aus dem eigenen Blut gewonnen wird.

Es werden also weder Hyaluronfiller noch Implantate eingebracht.

Das bedeutet jedoch nicht:

  • dass die Behandlung völlig risikofrei ist
  • dass sie für jeden Menschen geeignet ist
  • dass ein Ergebnis garantiert werden kann
  • dass „natürlich“ automatisch „besser“ bedeutet

Auch eine Eigenblutbehandlung bleibt eine medizinische Behandlung und sollte entsprechend geplant und hygienisch durchgeführt werden.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Da PRP aus körpereigenem Blut gewonnen wird, besteht kein klassisches Risiko einer allergischen Reaktion auf einen Fremdfiller.

Die Behandlung selbst beinhaltet jedoch Blutentnahme und mehrere Injektionen.

Mögliche vorübergehende Beschwerden können sein:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Blutergüsse
  • Schmerzen oder Druckempfindlichkeit
  • kleine Einstichstellen
  • Kopfhautempfindlichkeit bei Haarbehandlungen

Wie bei jeder Injektionsbehandlung besteht außerdem ein Infektionsrisiko, weshalb sterile Arbeitsbedingungen wichtig sind.

„Eigenblut“ bedeutet daher nicht „ohne mögliche Nebenwirkungen“.

Wann sollte PRP nicht durchgeführt werden?

Ob eine PRP-Behandlung möglich ist, wird vorab individuell beurteilt.

Relevant können beispielsweise sein:

  • bestimmte Bluterkrankungen
  • relevante Gerinnungsstörungen
  • bestimmte Medikamente
  • akute Infektionen
  • Hautinfektionen im Behandlungsgebiet
  • weitere Erkrankungen oder Situationen, die Blutentnahme oder Wundheilung beeinflussen

Die persönliche Krankengeschichte und aktuelle Medikation sollten deshalb vor einer Behandlung vollständig angegeben werden.

Was kostet PRP in Salzburg?

Die aktuelle Leistungsseite von Dr. Pumberger nennt für eine PRP-Behandlung 350 Euro pro Sitzung. Der konkrete Behandlungsumfang hängt von Region und Ziel ab; maßgeblich ist jeweils die aktuelle Preisangabe der Praxis. 

Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf der Seite zu PRP in Salzburg.

Für wen passt PRP besonders gut?

PRP kann vor allem für Menschen interessant sein, die sagen:

„Ich möchte meine Haut unterstützen, ohne mein Gesicht aufzufüllen.“

oder:

„Meine Haare werden dünner und ich möchte wissen, welche Möglichkeiten es frühzeitig gibt.“

Typischerweise kann PRP interessant sein bei:

Haut

  • müde wirkendem Hautbild
  • nachlassender Hautqualität
  • Wunsch nach natürlicher Regeneration
  • feinen ersten Hautalterungszeichen
  • Wunsch ohne klassischen Filler-Effekt

Haare

  • beginnender Ausdünnung
  • abnehmender Haardichte
  • noch vorhandenen Haarfollikeln
  • geeigneter Form des Haarverlusts nach Abklärung
  • Wunsch nach einer ergänzenden Behandlung

Für wen passt PRP eher nicht?

PRP ist weniger geeignet, wenn das eigentliche Ziel etwas anderes ist.

Beispiele:

Deutlicher Volumenverlust

Dann kann Hyaluron sinnvoller sein.

Ausgeprägte Mimikfalten

Dann ist Botox häufig gezielter.

Stärkere Hautstrukturveränderungen oder Aknenarben

Dann kann der CO₂-Laser eine intensivere Behandlung ermöglichen.

Stark überschüssige Haut

Diese lässt sich nicht durch PRP entfernen.

Vollständig kahle Haarregionen

Hier kann PRP keinen Haarfollikel ersetzen.

Die richtige Behandlung beginnt deshalb immer mit der Frage:

Was soll tatsächlich verändert werden?

Welche Ergebnisse sind realistisch?

PRP passt besonders gut zu einem Behandlungskonzept, das auf subtile und schrittweise Veränderungen ausgerichtet ist.

Realistisch können – abhängig von Ausgangssituation und individueller Reaktion – sein:

Bei der Haut

  • frischere Ausstrahlung
  • Verbesserung der Hautqualität
  • feinere Hautstruktur
  • subtilere Regeneration statt Volumenveränderung

Bei den Haaren

  • Unterstützung der Haardichte
  • mögliche Verbesserung der Haarstärke
  • bei geeigneten Formen Reduktion des Haarverlusts
  • mögliche Unterstützung des Haarwachstums

Nicht realistisch wären dagegen Versprechen wie:

  • „garantiert zehn Jahre jünger“
  • „alle Falten verschwinden“
  • „vollständiges Haarwachstum garantiert“
  • „kahle Stellen werden sicher wieder dicht“

Gerade bei regenerativen Verfahren ist eine ehrliche Erwartungshaltung entscheidend.

Häufige Fragen zu PRP

Was bedeutet PRP?

PRP steht für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Es wird aus dem eigenen Blut gewonnen und anschließend für die Behandlung aufbereitet.

Ist PRP dasselbe wie ein Vampire Lift?

„Vampire Lift“ ist eine populäre Bezeichnung für PRP im ästhetischen Gesichtsbereich. Medizinisch handelt es sich um eine Behandlung mit aufbereitetem Eigenblutplasma.

Ist PRP ein Filler?

Nein. PRP ist kein klassischer Filler und dient nicht primär dem gezielten Volumenaufbau.

Kann PRP die Haut verjüngen?

PRP kann Hautregeneration und Hautqualität unterstützen. Studien zeigen mögliche Verbesserungen unter anderem von Hautstruktur und feinen Alterszeichen, die wissenschaftlichen Behandlungsprotokolle sind jedoch noch nicht vollständig standardisiert. 

Wann sieht man nach PRP ein Ergebnis?

PRP besitzt keinen unmittelbaren Filler-Effekt. Veränderungen entwickeln sich schrittweise über Wochen. Der genaue Verlauf ist individuell.

Wie viele PRP-Sitzungen braucht man?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Abhängig von Ausgangssituation und Ziel können mehrere Sitzungen beziehungsweise spätere Auffrischungen sinnvoll sein.

Kann PRP gegen Haarausfall helfen?

Bei bestimmten Formen des Haarverlusts, insbesondere androgenetischer Alopezie, gibt es wissenschaftliche Hinweise auf eine Verbesserung der Haardichte. PRP ist jedoch nicht für jede Form von Haarausfall geeignet. 

Können mit PRP kahle Stellen wieder vollständig bewachsen werden?

Das kann nicht garantiert werden. PRP ersetzt keine Haartransplantation und kann bereits verlorene Haarfollikel nicht einfach neu erzeugen.

Ist PRP für Männer und Frauen geeignet?

Grundsätzlich kann PRP bei beiden Geschlechtern eingesetzt werden. Bei Haarverlust ist jedoch zunächst entscheidend, welche Ursache vorliegt.

Ist PRP schmerzhaft?

Die Blutentnahme und die kleinen Injektionen können unangenehm sein. Wie intensiv dies empfunden wird, ist individuell und hängt auch von der behandelten Region ab.

Gibt es eine Ausfallzeit?

Eine längere Ausfallzeit ist meist nicht erforderlich. Rötungen, Schwellungen, kleine Blutergüsse oder empfindliche Einstichstellen können jedoch vorübergehend sichtbar sein.

Ist PRP sicherer, weil es Eigenblut ist?

Durch die Verwendung von Eigenmaterial entfällt das klassische Allergierisiko eines Fremdfillers. Trotzdem bestehen allgemeine Risiken von Blutentnahmen und Injektionen, beispielsweise Blutergüsse oder Infektionen.

Was ist besser: PRP oder Hyaluron?

Das hängt vom Ziel ab. Bei Hautqualität und natürlicher Regeneration kann PRP interessant sein. Bei Volumenverlust und Kontur ist Hyaluron häufig gezielter. Mehr dazu im Artikel PRP oder Hyaluron – was ist der Unterschied?.

Was ist besser: PRP oder CO₂-Laser?

Bei leichteren Hautqualitätsveränderungen und dem Wunsch nach einer regenerativen Behandlung kann PRP sinnvoll sein. Bei ausgeprägteren Hautstrukturproblemen, Narben oder stärkerem Resurfacing-Bedarf kann der CO₂-Laser geeigneter sein.

Fazit: PRP setzt auf Regeneration statt künstliche Veränderung

PRP ist eine Eigenblutbehandlung, bei der plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut gewonnen und gezielt in Haut oder Kopfhaut eingebracht wird.

Im Gesicht liegt der Schwerpunkt auf Hautqualität, Regeneration und einer natürlichen Auffrischung, nicht auf klassischem Volumenaufbau.

Bei Haaren kann PRP insbesondere bei bestimmten Formen beginnender Ausdünnung eine unterstützende Behandlungsoption darstellen. Die wissenschaftliche Datenlage ist insbesondere für androgenetische Alopezie vielversprechend, dennoch reagiert nicht jeder Mensch gleich und die Methode ersetzt keine genaue Ursachenabklärung. 

Entscheidend ist deshalb die richtige Erwartung:

PRP soll nicht künstlich verändern, sondern vorhandene regenerative Prozesse gezielt unterstützen.

Ob das bei Haut oder Haaren sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Ausgangssituation ab.

PRP in Salzburg: Eigenblutbehandlung für Haut und Haare

Wenn Sie wissen möchten, ob PRP in Salzburg für Ihre Haut oder Kopfhaut sinnvoll ist, finden Sie auf der Leistungsseite weitere Informationen zu Behandlungsbereichen, Ablauf, Kosten und persönlicher fachärztlicher Beratung.

Wenn vor allem beginnender Haarverlust im Vordergrund steht, finden Sie im Beitrag PRP für Haare: Für wen ist die Behandlung sinnvoll? eine ausführlichere Einordnung.

Bei der Frage, ob für Ihre Gesichtshaut eher PRP oder ein Filler sinnvoll ist, lesen Sie außerdem PRP oder Hyaluron – was ist der Unterschied?.

Zur PRP-Behandlung in Salzburg

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Dr. Peter Pumberger
Als Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie begleitet Dr. Peter Pumberger Patientinnen und Patienten auf dem Weg zu natürlichen und harmonischen Ergebnissen. In diesem Blog beantwortet er häufige Fragen und erklärt moderne Behandlungsmöglichkeiten auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und seiner klinischen Erfahrung.